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Schmuckmuseum Pforzheim

Brosche, Silber, z.T. vergoldet, A. Winter und Sohn (?) Karlsruhe, um 1870/80 © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Petra Jaschke

Schmuckmuseum Pforzheim
Höllenhund & Liebeszauber
5.000 Jahre Tiermythen im Schmuck

Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstr. 42 75173 Pforzheim

Info.: www.schmuckmuseum.de

Papageien, die sich einen Partner fürs Leben wählen, stehen für eheliche Treue. Weiße Kaninchen symbolisieren die Hoffnung auf zahlreiche Nachkommenschaft. Der Hund ist Sinnbild für eine lebenslange Freundschaft. Tiere gehören zu den frühen Motiven im Schmuck – es gibt sie in fast jeder Epoche, in unterschiedlichen Formen und Bedeutungen.

Fast 300 Tiere „bevölkern“ das Schmuckmuseum Pforzheim – manche klein und erst auf den zweiten Blick zu finden, während andere als eigenständiges Schmuckstück unübersehbar sind. Die Objekte aus der Sammlung zeigen die Vielfalt von Tiermotiven im Schmuck der vergangenen 5000 Jahre.

In der Frühgeschichte der Menschheit möchten Tierdarstellungen oft die Gefahren bannen, die von wilden Tieren ausgehen. Zugleich möchten die Schmuckträger die Kräfte dieser machtvollen Wesen aneignen. In Schmuckstücken spiegelt sich dieser Wunsch beispielsweise in einem Armreif, bei dem mehrere Raubkatzenköpfe aneinandergereiht sind. Das Schmuckstück soll seinen Träger in die Lage versetzen, mit der Kraft und dem Mut einer Raubkatze zu kämpfen.

Gerade in frühem Schmuck sind es fast ausschließlich Tierarten, die sich entweder durch ihre Gefährlichkeit für Mensch und Tier auszeichnen oder per se kraft- & machtvoll sind. So finden sich Ringe mit Steinbock oder Hirschköpfen und die schon erwähnten Raubkatzen wie Löwen und Panther tauchen als Anhänger oder Armreife auf. Besonders prächtige Exemplare sind zwei Armreife mit Widderköpfen – ein sehr beliebtes Motiv in der Antike.