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Die Kreidler-Methode

Familiäre Gemeinschaft

Ein VITA-Assistenzhund ist praktischer Helfer, treuer Partner, Eisbrecher und Mittler – er ist „Medizin auf vier Pfoten“ und wirkt auf verschiedenen Ebenen: psychisch, physisch, sozial und kognitiv. So hilft er nicht nur bei alltäglichen Aufgaben, indem er bspw. Gegenstände apportiert, beim An- und Ausziehen assistiert oder im Ernstfall Hilfe holt.

Ein Vita-Assistenzhunde öffnet Türen – im realen und vor allem im übertragenen Sinn. Er fördert die Integration in die Gesellschaft, indem er den Kontakt zu anderen Menschen schafft und Interesse weckt, Hemmschwellen mindert und Gesprächsstoff liefert. Mit und durch ihn steigen so Selbstvertrauen und Unabhängigkeit, Auf­geschlossenheit, Empathie und Lebensmut.

Tatjana Kreideler & VITA – Teams © VITA e.V.

Wie werden Assistenzhunde ausgebildet?

Der Weg zum Assistenzhund beginnt schon ganz früh im Hundeleben. Nur gesunde, sehr menschenbezogene Welpen aus ausgewählten Zuchtlinien kommen für die Ausbildung nach der sogenannten „Kreidler-Methode“ in Frage.

DIE KREIDLER-METHODE: Die erste Vorsitzende von VITA e.V. Assistenzhunde, Dipl. Soz. Pädagogin Tatjana Kreidler hat eine spezielle Methode entwickelt, um Mensch und Hund füreinander zu sensibilisieren und zu wirklichen Partnern zu machen. Eine vertrauensvolle Bindung ist dabei die Basis der Ausbildung. Die Kreidler-Methode basiert auf Empathie und Motivation, einem situativen und ganzheitlichen Ansatz, der u.a. durch Ruhe und Geduld, positive Verstärkung, lernen nach Vorbild und durch freundliche Autorität die vertrauensvolle Bindung von Mensch und Hund fördert.

Nur so wird erreicht, dass ein Hund „seinen Menschen“ freudig, ausdauernd und zuverlässig unterstützt. Geduld, Respekt und Zuneigung für Tier und Mensch – das ist die Voraussetzung für die Arbeit.

VITA-Team Selina & Emilia © VITA e.V. Assistenzhunde

Der Weg zum VITA-Assistenzhund umfasst verschiedene Phasen. Im ersten Lebensjahr werden die Hunde in Patenfamilien an alltägliche Situationen herangeführt, damit die Welpen und angehenden Junghunde Situationen wie Auto fahren, auf den Markt gehen, Geräuschkulissen im Restaurant kennenlernen und in der Zukunft nicht scheuen (sog. Sozialisierungsphase). Natürlich werden hier auch schon die notwendigen Basis-Kommandos, wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“, „Hier“ und „Fuß“ spielerisch und geduldig Schritt für Schritt erlernt

In der letzten, intensiven Phase der Zusammenführung, lernen Mensch und Hund dann die gemeinsamen Aufgaben mit wachsender Eigenverantwortung als Team zu meistern und die durch die Partnerschaft neu entstandenen Möglichkeiten für sich zu erkunden. Die Zusammenführung von Mensch und Hund ist die intensivste Zeit des Trainings und dauert mindestens sechs Wochen.

Die künftigen Assistenzhundebesitzer leben in dieser Zeit im Ausbildungszentrum und sind dort Teil einer familiären Gemeinschaft. Gerade bei Kindern geht die Betreuung weit über die Team-Bildung hinaus, und erfordert viel psychologisch-pädagogisches Wissen und Verständnis für die Kinderseele.