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Art und Culture

Pets | Arts & Culture

Jewelry Museum

Photo: Brooch, silver, partly gilded, A. Winter und Sohn (?) Karlsruhe, around 1870/80 © Schmuckmuseum Pforzheim, Photo: Petra Jaschke

Jewelry Museum

Jewelry Museum
Hellhound & Love Spell
5,000 years of animal myths in jewelry

Jewelry Museum Pforzheim Reuchlinhaus
Jahnstr. 42 75173 Pforzheim

Info.: www.schmuckmuseum.de

Parrots that choose a partner for life represent marital fidelity. Weiße Kaninchen symbolisieren die Hoffnung auf zahlreiche Nachkommenschaft. Der Hund ist Sinnbild für eine lebenslange Freundschaft. Tiere gehören zu den frühen Motiven im Schmuck – es gibt sie in fast jeder Epoche, in unterschiedlichen Formen und Bedeutungen.

Fast 300 Tiere „bevölkern“ das Schmuckmuseum Pforzheim – manche klein und erst auf den zweiten Blick zu finden, während andere als eigenständiges Schmuckstück unübersehbar sind. Die Objekte aus der Sammlung zeigen die Vielfalt von Tiermotiven im Schmuck der vergangenen 5000 Jahre.

In der Frühgeschichte der Menschheit möchten Tierdarstellungen oft die Gefahren bannen, die von wilden Tieren ausgehen. Zugleich möchten die Schmuckträger die Kräfte dieser machtvollen Wesen aneignen. In Schmuckstücken spiegelt sich dieser Wunsch beispielsweise in einem Armreif, bei dem mehrere Raubkatzenköpfe aneinandergereiht sind. Das Schmuckstück soll seinen Träger in die Lage versetzen, mit der Kraft und dem Mut einer Raubkatze zu kämpfen.

Gerade in frühem Schmuck sind es fast ausschließlich Tierarten, die sich entweder durch ihre Gefährlichkeit für Mensch und Tier auszeichnen oder per se kraft- & machtvoll sind. So finden sich Ringe mit Steinbock oder Hirschköpfen und die schon erwähnten Raubkatzen wie Löwen und Panther tauchen als Anhänger oder Armreife auf. Besonders prächtige Exemplare sind zwei Armreife mit Widderköpfen – ein sehr beliebtes Motiv in der Antike.

Schlangenarmreif

Foto: Armreif mit Darstellung von Cerberus, dem Höllenhund. In der griechischen Mythologie bewacht Cerberus den Eingang zur Unterwelt, Gold, griechisch, 4.Jh.v.Chr., © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Petra Jaschke

Nicht zu übersehen in seiner handwerklich hochstehenden Ausarbeitung ist der hellenistische Schlangenarmreif aus der Sammlung des Schmuckmuseums. Die Bedeutung der Schlange ist in der Antike noch durchweg positiv, sie steht für Klugheit und Treue. Dies zeigt sich auch in den vielen Varianten als Schmuckstück, ob Armreife und Ringe, die sich um Finger und Oberarme griechischer und römischer Damen schlängelten. Mit dem Christentum wird ihre Bedeutung ambivalent und deutlich negativ belegt.

Ohrringe "Täubchen"

Andere Tiere, die sich weniger durch ihre Stärke hervortun als durch ihre Zartheit oder Schönheit, sind Tauben, die schon in der vorchristlichen Antike als Symbol für Liebe und Unschuld galten. Dass sich dieses Symbol der Liebe bis in die Neuzeit hält, bezeugen unzählige Liebesgaben, die mit turtelnden Täubchen dekoriert sind.

Ohrringe »Täubchen« Gold, Einlegearbeiten aus Granat, griechisch-hochhellenistisch,
1. Hälfte 2. Jh. v. Chr.© Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Rüdiger Flöter

Jagdhund Anhänger

Zwei Höhepunkte der Sammlung sind ein Anhänger mit der Darstellung eines Jagdhundes sowie ein Schmuckstück in Form eines Papageis. Ihre nahezu naturalistische Darstellung ergibt sich aus genauer Naturbeobachtung in Verbindung mit handwerklicher Perfektion. Zugleich sind diese Tierdarstellungen immer auch die Verbildlichung von Eigenschaften oder Wunschvorstellungen. So ist der Hund das Sinnbild für Treue in der Freundschaft. Sollte der Anhänger verschenkt werden, war die Bedeutung einer solchen Gabe dem Beschenkten sehr wohl bekannt.

Jagdhund Anhänger, vermutlich Deutsch, um 1560, © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Günther Meyer

Papagei Anhänger

Noch symbolträchtiger kommt der Papageienanhänger daher, bei dem es sich um ein Hochzeitsgeschenk handelt. Da diese Vögel sich einen Partner fürs Leben wählen, stehen sie für eheliche Treue. Der Papagei ist in diesem Anhänger von weiteren Tieren umgeben: Ein weißes Kaninchen symbolisiert Hoffnung auf zahlreiche Nachkommenschaft, die Biene Emsigkeit und die Schnecke Häuslichkeit. Blütenreiche Zweige weisen auf Fruchtbarkeit hin – all das in großer Farbenpracht mit Gold & Diamanten, Rubinen und Perlen.

Papagei-Anhänger, Süddeutschland um 1560, Schenkung Werner Wild Stiftung, © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Günther Meyer.

Brosche "Octopus und Schmetterling"

Die letzte große Epoche der Tiersymbole ist der Jugendstil, der sinnlichen Freude an der Natur in jenen Jahren entsprechend. Ob René Lalique, Georges Fouquet und Léopold Gautrait in Frankreich oder Lucas Wilhelm von Cranach in Deutschland, bei ihnen allen finden sich häufig Tiere. Ein ausgesprochen extravagantes Kleinod ist der Brustschmuck „Poisson“ von Fouquet, während Cranach in dem Anhänger „Oktopus und Schmetterling“ zwei sehr unterschiedliche Tiere verbindet.

Brosche „Octopus und Schmetterling“ Gold, Perlen, Diamanten, Rubine, Amethyste, Topas, Email Entwurf Wilhelm Lucas von Cranach, Berlin, 1899/1900 Ausführung Louis Werner, Berlin, 1900 © Schmuckmuseum Pforzheim Foto Günther Meyer

Auch im zeitgenössischen Schmuck entdecken Künstler die Tierwelt wieder für sich. Neben Georg Dobler sind dies beispielsweise Robert Smit mit einem Portraitzyklus über seinen Hund „Bello“ oder David Bielander. Mit der Brosche „Perlsau“ nähert er sich dem Thema auf ironische Weise.

Schmuckmuseum Kontakt

Jewelry Museum Pforzheim Reuchlinhaus
Jahnstr. 42 75173 Pforzheim
Tel. 07231 / 39 21 26
E-Mail:
schmuckmuseum@pforzheim.de

aktuelle Informationen unter www.schmuckmuseum.de

DLM Deutsches Ledermuseum

Skulptur, St. Bernetto (Detailansicht, Marcel Walldorf, italienisches Porzellan, Tierpräparat, Frankfurt am Main, 2020, © Marcel Walldorf, VG Bild Kunst, Bonn 2020

DLM Deutsches Ledermuseum

DLM Deutsches Ledermuseum
TIERISCH SCHÖN?
verlängert bis 16. Januar 2022

Info: ledermuseum.de

Mit der Ausstellung „Tierisch schön?“ rückt das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main die ambivalente Ästhetik seiner Exponate in den Fokus und nimmt die eigene Sammlung in den Blick.

Das Fragezeichen im Titel der neuen Ausstellung tierisch schön? des Deutschen Ledermuseums verweist auf die symbiotische wie auch ambivalente Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Auch aktuelle Debatten wie beispielsweise um das Tierwohl im Kontext von Massentierhaltung und Fleischproduktion regen kontinuierlich zum Nachdenken an und werfen immer wieder Fragen auf, wie sich das Zusammenleben von Mensch und Tier nachhaltig gestalten lässt.

Tiere die wichtigsten Begleiter

Seit Urzeiten sind Tiere die wichtigsten Begleiter des Menschen und Bestandteil seiner Lebenswelt, dies belegen etwa frühzeitliche Kleinplastiken sowie Höhlenzeichnungen. Tiere stellten einerseits eine Bedrohung für den Menschen dar, andererseits waren sie als Jagdbeute und Haustiere Nahrungs- und Rohstofflieferanten. Darüber hinaus wird Tieren bis heute in verschiedenen Kulturen eine magische Kraft zugeschrieben; sie spielen als Heilsbringer und Gottheiten eine Rolle für Rituale und Religionen.

Stülpmaske, Pavianpelz, Zibetkatzenpelz, Perlen, DR Kongo, o.J., © DLM, C. Perl-Appl

Dieses Verhältnis veränderte sich in vielen Kulturen im Laufe der Jahrtausende immer wieder. In jüngster Zeit werden vermehrt ethische und ökologische Fragen gestellt, das Töten von Tieren abgelehnt sowie der Verzicht auf tierische Produkte gefordert. Mit dieser Thematik befassen sich auch die interdisziplinären Human-Animal-Studies, mit denen die kulturelle, soziale und gesellschaftliche Bedeutung von Tieren sowie ihre Beziehungen zu Menschen erforscht werden.

Fokussierung auf Leder

Zu diesem Diskurs kann und muss ein Museum, dessen Sammlung auf Exponate aus tierischen Materialien spezialisiert ist, einen Beitrag leisten. Das DLM in Offenbach am Main hat mit seiner Fokussierung auf Leder und artverwandten Materialien weltweit ein Alleinstellungsmerkmal in der Museumswelt: Über 30.000 Objekte zeugen von der jahrtausendealten globalen Verwendung und der vielfältigen kulturhistorischen Bedeutung des Werkstoffs Leder von der Urzeit des Menschen bis heute. Bestände alternativer Materialien werden in den letzten Jahren gezielt um vegane und recycelbare Stoffe erweitert.

Pumps, Walter Steiger, Kuhfell, Leder, Gummi, Paris, 1977 © DLM, M. Özkilinc

Ausstellung tierisch schön?

Mit der Ausstellung tierisch schön? nimmt das DLM seine eigene Sammlung kritisch in den Blick: Welche tierischen Rohstoffe wurden und werden von Menschen genutzt und wozu? Welche Rolle spielt die Einteilung von Tierarten in Nutz- und Haustier oder die den Tieren zugeschriebenen kulturellen Bedeutungen? Wie kommt es zum Wandel von Moden? Was bedeuten Artenschutz und Veganismus? Auch die Nachhaltigkeit des Materials Leder wird dabei nicht vergessen, insbesondere im Hinblick auf die Debatte um die Vermeidung von Plastikmüll und abbaubaren Produkten.

Handtasche, Krokodilleder, Tierpräparat, Kunststoff, Textil, Metall, Südamerika ca. 1970 © DLM, L. Brichta

Animal Prints

Ausgehend von dem umgestalteten Studioraum, in dem auf einzelne Theemn fokussiert wird, führt ein Parcours durch die Ausstellungsräume des DLM und lädt die Besucher*innen ein, die Objekte unter der Perspektive der behandelten Fragestellungen neu zu betrachten. Die Exponate erzählen vom Umgang mit Tieren, ihrer Nutzbarmachung und Aneignung durch den Menschen und lassen auch den gesellschaftlichen Wandel ablesbar werden.

Tierische, zu Kleidung verarbeitete Materialien wie Wolle, Seide, Leder und Felle dienen nicht nur als Schutz vor Kälte und Nässe, sondern auch zum Schmücken. So verdeutlicht beispielsweise ein Mantel aus Pythonhaut oder eine Handtasche aus Leguanleder mit einer aufgesetzten präparierten Echse den Wunsch, Extravaganz zum Ausdruck zu bringen. Seit einigen Jahren sind Animal Prints omnipräsent; Kunstdrucke werden auf Textilien, zuweilen auch auf das echte Fell eines Tieres aufgebracht wie zum Beispiel bei den ausgestellten Pumps von Walter Steiger.

Handtasche, Leguanleder, Deutschland, Ende 1940er Jahre, © DLM, C. Perl-Appl

Neben den Aspekten des Schutzes und der Zierde werden Felle und Federn auch aufgrund ihrer symbolisch-kulturellen Bedeutung verwendet. So berichtet eine Helmmütze oder ein Schild von der Vorstellung, dass sich die Stärke eines Tieres durch die Übernahme von Löwenmähne oder Adlerfedern auf den Menschen übertragen lässt. Die Macht über das erlegte Beutetier wird über den Akt des Tötens hinaus im Sammeln und Präsentieren der (Großwild-)Jagdtrophäen demonstriert.

verniedlichte und vermenschlichte Tiere

Zeitgleich werden verniedlichte und vermenschlichte Tiere immer präsenter. Wohnaccessoires, Spielzeug oder Möbel in Tiergestalt wie die Designklassiker von Omersa – gezeigt wird ein Hocker in Form eines Elefanten – oder ein Filmbeitrag der Augsburger Puppenkiste, in dem die Museumsratten als DLM-Museumsbesucher mit menschlichen Verhaltensweisen auftreten, zeugen von diesem Phänomen

Sessel, Cake Stool, Campaba Brothers, Kunststoff, Textil, Metall, Brasilien, 2008 © Courtesy of Carpenters Workshop Gallery, VG Bild-Kunst, Bonn 2020 (unten Detailansicht)

Ausgewählte zeitgenössische künstlerische Positionen treten mit den Exponaten in einen Dialog. Die Skulptur St. Bernetto von Marcel Walldorf (*1983) etwa kommentiert gleich auf mehreren Ebenen das zwiespältige Verhältnis zwischen Mensch und Tier sowie die Vorstellung des perfekten Haustiers.

Mit tierisch schön? rückt das DLM die ambivalente Ästhetik der Exponate in den Fokus kritischer Reflexion und eröffnet damit neue Perspektiven. Es geht weniger um die Beantwortung tierethischer Fragen als darum Anregungen und Denkanstöße zu geben.

DLM Deutsches Ledermuseum Kontakt

Die Ausstellung tierisch schön? ist Teil des Kooperationsprojektes Artentreffen entlang der S-Bahnlinie 8 mit der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim und dem Nassauischen Kunstverein Wiesbaden. Die drei Kulturinstitutionen beleuchten mit zeitgleichen Ausstellungen die verschiedenen Facetten der Beziehungen zwischen Mensch und Tier. Artentreffen wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

DLM Deutsches Ledermuseum
Frankfurter Straße 86
63067 Offenbach am Main
www.ledermuseum.de
Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr

The World's Greatest Dog Show

Foto: Irish Setters in their stations, (Sunday 11.03.18), the fourth and final day of Crufts 2018, at the NEC Birmingham, © Flick.digital Ι The Kennel Club

Die weltweit größte Hundeshow

15. – 18. Juli 2021
National Exhibition Centre Birmingham United Kingdom
Info: crafts.org.uk

Die Mutter aller Hunde-Shows
Ramsey hat beeindruckende 206.000 Follower. Mit 110.000 Fans liegt Liliput gut im Mittelfeld. Eroc hat mit nur 35.000 Followern noch reichlich Luft nach oben (Stand März 2018). Ramsey, Liliput und Eroc sind Hunde – und Stars auf der Social-Media-Plattform Instagram. Das “Meet and Greet” mit den Hundestars – und mit etwas Glück und Geduld auch ein Selfie – ist eine der Attraktionen auf der Cruft®s – The world’s greatest dog show.

Die Cruft®s gilt als eine der wichtigsten Hundeshows der Welt. Alljährlich im März messen sich in Birmingham (England) tausende Hunde in Disziplinen wie Hundesport und Zucht, Agility, Dogdance oder Obedience, bei der die Juroren in den gemeinsamen Übungen von Mensch und Hund besonders auf Harmonie und Präzision achten.

Wer in der Schau am Schlusstag den Preis “Best in Show” erringt, kann stolz sein: Die begehrte Trophäe ist gleichsam der Ritterschlag für Herrchen und Hund.

Picture shows Kathleen Rosins from Belgium with Dylan a Papillon, who has won the coveted title of Best in Show, today (Sunday 10.03.19) the fourth and final day of Crufts 2019 at the NEC, Birmingham. © Beat Media & The Kennel Club.

Best in Show

Die Hundeschau Cruft®s ist nach ihrem Gründer Charles Cruft (1852 – 1938) benannt. Cruft, Geschäftsführer beim Hundekuchenhersteller Spratt’s, hatte erkannt, dass Hundeausstellungen zu besseren Zuchtergebnissen bei Rassehunden führen – und bei entsprechender Vermarktung natürlich auch den Umsatz der Firma steigern.

Charles Cruft, founder of Crufts Dog Show, portrait photo dated and signed 1931 © The Kennel Club

Nach seiner viel beachteten Hundeshow auf der Weltausstellung in Paris 1878 folgte im März 1891 der Start der “Cruft®s Greatest Dog Show“. Bis zu seinem Tod im Jahr 1938 veranstaltete Cruft 45 Shows, dann übernahm zunächst seine Frau, ab den 1940er der Kennel Club, der Dachverband der britischen Hundezüchtervereine die Ausrichtung der Show.

Zu Lebzeiten hatte Charles Cruft immer wieder versichert, er besitze keinen Hund. Erst in seinen posthum veröffentlichten Lebenserinnerungen erfahren wir von einem Bernhardiner, mit dem er wohl viele Jahre glücklich verbrachte.

Die ersten Tierschauen – auch mit Hunden – wurden im Rahmen von Landwirtschaftsausstellungen durchgeführt. Zu Beginn durften nur Männer an diesen Veranstaltungen teilnehmen. Der Durchbruch für die Damenwelt kam 1867, als die Princess of Wales Alexandra mit ihrem ihren Mastiff an einer Ausstellung teilnahm.

Picture shows Flyball Team Final, (Sunday 10.03.19) the fourth and final day of Crufts 2019 at the NEC, Birmingham. © Beat Media & The Kennel Club.

Filmkunst - Berührende Hundefilme

Filmstars auf vier Pfoten

Sie bringen uns zum Lachen. Sie machen uns nachdenklich und stimmen uns traurig. Ob Familienkomödie oder anrührendes Drama, Zeichentrick oder Animation – Hundefilme gehen immer.

Wer liebt sie nicht: Cap, den jungen Fuchs & den Jagdhund Capper, deren Freundschaft in Walt Disneys gleichnamigem Klassiker auf eine harte Probe gestellt wird. Oder Pongo & Perdi, die sich in „101 Dalmatiner“ auf die abenteuerliche Suche nach ihren Hundewelpen machen. Und natürlich die Cockerspaniel-Dame Susi und den nicht ganz standesgemäßen Straßenhund Strolch, die ihre Romanze in der berühmten Spaghetti-Szene besiegeln.

Doch kennen Sie auch Hagen & Lili oder Lolabelle & Flik? Hagen ist der Mischlingshund der jungen Lili, deren Leidensgeschichte Kornél Mundruczós Filmdrama „Underdog“ (2014) erzählt. Während Hagen einen Aufstand gegen seine Peiniger organisiert, macht sich Lili auf die Suche nach ihrem geliebten Tier. Oder die Hündin Lucy, die in „Wendy & Lucy“ (2008), einem Sozialdrama der US-Amerikanischen Regisseurin Kelly Reichardt, zusammen mit ihrem mittellosen Frauchen Wendy in Alaska strandet.

Lolabelle ist der Terrier der Performance-Künstlerin Laurie Anderson. In „Heart of a dog“ (2015) nimmt sie den Tod ihres Hundes zum Anlass, über die großen Fragen des Lebens, das Abschiednehmen & die Liebe zu meditieren. Und schließlich der Beagle Flike in Vittorio de Sicas Tragödie „Umberto. D.“ (1952). Flike ist der einzige Freund des verarmten und einsamen Umberto. Als sich die Lage zuspitzt, entschließt sich Umberto zu einem verzweifelten Schritt. Doch im letzten Augenblick entwischt Flike

Im deutschen Rolling-Stone-Magazin findet ihr ausführliche Beschreibungen dieser außergewöhnlichen Filme, in denen Hunde eine große Rolle spielen.

Info:
Spiegel online
Filmessay „Heart of a dog“
Das etwas andere Tier-Video
Von Kirsten Rießelmann
24.03.2016

Ein Film-Experiment, das auf wundersame Weise gelingt: Die Performance-Künstlerin Laurie Anderson knüpft in ihrem Film „Heart of a dog“ Erinnerungen, Träume und Beobachtungen zu Amerika nach 9/11 an den Tod ihres geliebten Hundes. Weiterlesen.

Mittelalterliches Kriminalmuseum

Key Visual zur Sonderausstellung „Hund und Katz – Wolf und Spatz: Tiere in der Rechtsgeschichte“; © Kriminalmuseum Rothenburg

Mittelalterliches Kriminalmuseum Rothenburg

Mittelalterliches Kriminalmuseum Rothenburg ob der Tauber
„Hund und Katz – Wolf und Spatz“: Tiere in der Rechtsgeschichte
bis Ende 2021

Info: www.kriminalmuseum.de

Tierprozesse und Tierstrafen

Das Leben in alter Zeit war hart und beschwerlich – Hunger und Not allgegenwärtig. Mit Übeltätern ging man nicht gerade zimperlich um, egal ob Mensch oder Tier. Das Mittelalterliche Kriminalmuseum entführt seine Gäste in der Jubiläums-Sonderausstellung „Hund und Katz – Wolf und Spatz. Tiere in der Rechtsgeschichte“ in eine fremde Zeit der Tierprozesse und Tierstrafen.

Holzschnitt mit Bär, in: Von Gebuere und Billichkeit, Frankfurt am Main, 1550, © Kriminalmuseum Rothenburg

Tiere als Angeklagte

Erfahren Sie mehr über Wölfe und Schweinchen als Angeklagte in gerichtsförmigen Mordprozessen, über exkommunizierte Delfine und Heuschrecken, sowie Kopfprämien für Spatzen und Mäuse. Äußerst wertvolle Gesetzestexte und Stiche zeigen, inwieweit Tiere auch im Panoptikum grausamer Todesstrafen vertreten waren, etwa beim Hängen mit Hunden oder Säcken, Vierteilen oder Säcken. Lebensecht und detailverliebt inszenierte Tierpräparate (u.a. Wolf, Bär und Adler) sowie hochkarätige rechtsgeschichtliche Exponate erzählen von Tieren als Angeklagte in weltlichen und geistlichen Gerichtsverfahren.

Holzschnitt des Hängers mit Hunden, in: J. Stumpf, Schweizer Chronik, Augsburg, 1586, © Kriminalmuseum Rothenburg

Das Spannungsverhältnis von Tier und Mensch begegnet uns auch jenseits des strafrechtlichen Kontexts. Moderne Multimediastationen lassen die alltägliche Gefahr lebendig werden, die von Tieren ausging. Zugleich kam ihnen als Nahrungs- und Arbeitsmittel enorme Bedeutung zu, wie die aus-gestellten Urkunden, Texte und Gegenstände zeigen, etwa ein fast 4.000 Jahre altes Siegel.

Ob Werwolf, Phoenix oder Drache – Tiere beflügelten schon immer unsere Phantasie. Deshalb kommen auch Werwolf, Wappen- und Hexentiere in der Ausstellung nicht zu kurz. In gewohnter Manier schlägt die Sonderschau in Europas bedeutendstem Rechtskundemuseum einen Bogen zu aktuellen Debatten um Tiere und Tierschutz, etwa zum wieder heimisch werdenden Wolf.

Ausstellungskatalog

Die Sonderausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andreas Deutsch (Heidelberger Akademie der Wissenschaften) und Prof. Dr. Wolfgang Schild (Bielefeld).

Ausstellungskatalog:
Hund und Katz – Wolf und Spatz: Tiere in der Rechtsgeschichte
Hg. von Markus Hirte & Andreas Deutsch

Den faszinierenden Ausstellungskatalog können Sie bequem online im Museumsshop erwerben: Museumsshop Kriminalmuseum Rothenburg

Im Hundehimmel - Tierbestattungen

Ältester Tierfriedhof bei Paris

Die meisten Tierhalter möchten ihrem vierbeinigen Liebling einen würdevollen Abschied bereiten. Eine Möglichkeit ist die Einäscherung mit Urnenbeisetzung auf einem Tierfriedhof. Als einer der ältesten Tierfriedhöfe weltweit gilt der Hundefriedhof „Cimetiére des Chiens“ in Asnières-sur-Seine im Großraum Paris.

Ältester Tierfriedhof bei Paris
Gegenüber dem prachtvollen Jugendstil-Eingang erinnert ein imposantes Denkmal an den berühmten Schweizer Lawinen-Rettungshund Barry. Die Grabstätte von Rin Tin Tin, dem Hollywood-Hundestar aus den 1920er Jahren, ist schlicht und liegt etwas versteckt. Neben den vierbeinigen Lieblingen von Prinzessinnen, Staatsmännern und Künstlern hat auch ein namenloser Straßenhund hier seine letzte Ruhe gefunden – so einfach geht égalité.

Marguerite Durand

Marguerite Durand (1864 – 1936) ist eine elegante Erscheinung. Mit vielseitigen Interessen: Sie arbeitet als Journalistin & spielt Theater, sie ist Frauenrechtlerin, verlegt eine feministische Tageszeitung und – sie gründet einen Tierfriedhof. Wegen Tigre. Tigre ist eine zahme Löwin und Madames Haustier. Und wenn es einmal soweit sein würde, wollte sie von Tigre würdig Abschied nehmen. Tigre zum Abdecker? Nicht mit Madame Durand!

Die französische Journalistin & Feministin Marguerite Durand (1864-1936) im Jahr 1910; Bildquelle © Wikipedia, domaine public / Bibliotheque nationale de France

Gerade jetzt sind die Umstände für eine Friedhofsgründung günstig: Die massenhafte „Entsorgung“ der Pariser Haustiere durch die Müllreinigung oder in der Seine hatte zu einem hygienischen Problem geführt. Zugleich aber waren mit dem neuen Gesetz zur Haustierbeseitigung auch kirchenrechtliche Bedenken weggefallen.

Nach der Zustimmung des Präfekten eröffnet Madame Durand im Sommer 1899 den „Cimetière des chiens“. Der Friedhof für Hunde & andere Haustiere erlangt in den folgenden Jahrzehnten Kultstatus – und wird zu einer Touristenattraktion. Schließlich stellt der französische Staat diesen bemerkenswerten Ort des Gedenkens 1987 unter Denkmalschutz.

Auf dem Cimetière des chiens ist auch der Schoßhund des Komponisten Charles Camille Saint-Saëns (1835-1921) bestattet. Eine seiner bekanntesten Kompositionen ist der „Karneval der Tiere”

Foto: Der Karneval der Tiere (Das musikalische Bilderbuch mit CD) Eine Geschichte zur Musik von Camille Saint-Saëns, Doris Eisenburger (Illustratorin, Zeichnerin), Marco Simsa (Sprecher), Camerata Wien (Orchester), Erke Duit (Dirigent), Annette Betz Verlag / Ueberreuter-Verlag 2017

Große Klassik für kleine Ohren – ein musikalisches Meisterwerk für Kinder ab 6 Jahren

Heute besteht in vielen Städten die Möglichkeit, sein Haustier würdevoll zu bestatten. Informationen & Adressen zu Tierfriedhöfen & Tierbestattern erhalten Sie beispielsweise beim Bundesverband der Tierbestatter e.V. oder auch vielen Stadtverwaltungen.

Literatur-Tipps

Susanna Kolbe: Da liegt der Hund begraben.
Von Tierfriedhöfen & Tierbestattungen
arts + science weimar GmbH (Jonas-Verlag 2014)

„Im September wurde 2012 der Beruf des Tierbestatters als “Beruf der Woche” bei Zeit online vorgestellt: ein deutliches Zeichen, dass es sich beim Phänomen der Tierbestattung nicht um eine marginale Angelegenheit, sondern eher um einen Boom handelt. Im Jahr 2021 gab es in Deutschland 120 Tierfriedhöfe … Weiterlesen

Susanna Kolbe: Da liegt der Hund begraben. Von Tierfriedhöfen und Tierbestattungen, Jonas Verlag (2014)

Das Buch kaufen: beim Verlag

Literatur-Tipp für Kinder:
Saskia Hula: Bikos letzter Tag
Illustratorin: Eva Muszynski

Klett Kinderbuch (2017) ab 4 Jahren

Bewegende Bilder, tröstlicher Text: ein wichtiges und starkes Bilderbuch (Verlagstext)

Am liebsten würde Biko nur noch schlafen. Beim Schlafen spürt er seine wehen Knochen nicht so sehr. Aber er muss doch aufpassen. Auf die Kinder. Auf das Haus. Auf die Katze und die Vögel im Garten. Und auf den Gartenzaun. Wenn er nur nicht immer so müde wäre. Weiterlesen …

Geliebte Haustiere, die alt und krank werden – viele Kinder werden damit in ihrem Alltag konfrontiert. Ruhig und behutsam nähert sich das Buch diesem Thema an.

das Buch kaufen:
über den Verlag
im regionalen Buchhandel: Buchhandlung Kieser (Schwetzingen)

Einzigartige Erinnerung

Semper Fides Diamonds PUREdiamond – Erinnerungsdiamanten
Semper Fides erschafft Tierdiamanten aus Kohlenstoff

Ihr persönlicher Diamant ist ein Symbol der Verbundenheit – nach dem Tod oder zu Lebzeiten. Ob Pferd oder Katze, Hund, Kaninchen oder Vogel – Ihr treuer Freund als einzigartiger und schöner Diamant.

Semper Fides, Diamant Huskie © Semper Fides

Der Diamant entsteht einzig aus dem Kohlenstoff der übergebenen Kremationsasche, dem Haar- oder Federkleid Ihres Tieres. Vertrauen, Transparenz & Individualität bestimmen dabei das Handeln von Semper Fides

PUREdiamond ist eine einzigartige Erinnerung für Tierhalter – oder ein ganz besonderes Geschenk Ihres treuen Begleiters.

Schmuckbild, © Semper Fides

PUREdiamond – mehr als ein Diamant!

Besuchen Sie die Manufaktur von Semper Fides
Wie wird im Labor gearbeitet? Wo und wie entsteht Ihr Diamant? Erfahren Sie bei einem Besuch der Manufaktur von Semper Fides, wie aus der Asche oder dem Haar Ihres Tieres ein einzigartiger Diamant entsteht.
Anmeldung & weitere Informationen

Familienhunde im Einsatz

Einsatzüberprüfung Rettungshundestaffel der BRH Rettungshundestaffeln Hannover Region – Hannover, Harz, Heide – Holzminden – Osterode, Goslar, Harz. 09.02.2013 –
© Foto: Stefan Sobotta / Bundesverband Rettungshunde e.V.

Retten. Helfen. Trösten.

Sie helfen, vermisste Personen zu finden. Sie spüren Verschüttete unter Lawinen auf und ermöglichen blinden oder stark sehbehinderten Menschen die gefahrlose Orientierung im Alltag. Mit ihrem feinen Gespür für Stimmungen geben sie Kindern in der tiergestützten Therapie Sicherheit und Halt. Working dogs – arbeitende Hunde – leisten in vielen Lebensbereichen wertvolle Dienste für den Menschen. Seit vielen Tausend Jahren.

Rettungshunde (1)

Hunde retten Menschenleben
BRH Bundesverband Rettungshunde e.V.
Ihre Arbeit ist ehrenamtlich

Bundesverband Rettungshunde e.V.
Geschäftsstelle: 46569 Hünxe (Nordrhein-Westfalen) ׀ Lindhagenweg 20

© Bundesverband Rettungshunde e.V.

Sie leisten einen wertvollen Dienst in unserer Gesellschaft: Die Rettungsteams des Bundesverbandes Rettungshunde e.V. (BRH) helfen mit ihren Rettungshunden, vermisste oder verschüttete Menschen auch unter schwierigsten Bedingungen zuverlässig zu finden und aus einer möglicherweise lebensgefährlichen Situation zu retten. Die Einsätze sind kostenlos – und alle Teams arbeiten ehrenamtlich.

Einsatz für die BRH-Rettungshunde-Teams

Flächensuchhunde eignen sich für den Einsatz in unterschiedlichsten Gebieten. Weder dichter Bewuchs noch unwegsames Gelände sind für sie ein Hindernis. Rettungsteams mit Trümmersuchhunden haben nach einem Erdbeben, aber auch nach Gebäudeeinstürzen nur ein kurzes Zeitfenster, um verschüttete Personen zu retten. Mantrailing- oder Personenspürhunde sind in der Lage, der Geruchsspur eines Vermissten über weite Distanzen zu folgen. Selbst auf einer belebten Straße können sie sich ganz auf dessen individuellen Geruch konzentrieren.

DEU, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Dortmund. 27. 04. 2013. Trümmerworkshop Einsatz des BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. – © Foto: Stefan Sobotta / Bundesverband Rettungshunde e.V.

Unter dem Motto „Hunde retten Menschenleben” machen sich die Rettungsteams des Bundesverbandes Rettungshunde e.V. (BRH) im In- & Ausland mit ihren Hunden auf die Suche nach vermissten oder verschütteten Personen in Trümmern und auf Flächen. Seit seiner Gründung im Jahr 1972 hat sich der Verband mit seinen mehr als 70 Rettungshundestaffeln, mehr als 2200 Mitgliedern und über 1200 Hunden (Stand 2019) zur größten privaten Rettungshunde-Organisation in Deutschland entwickelt. Die Teams sind auf Anforderung rund um die Uhr einsatzfähig.

Alarmierung

Wann immer Menschen vermisst werden – gleich unter welchen Bedingungen – können die Rettungshunde des BRH angefordert werden. Lokale und überregionale Alarmierungen werden über die Polizei, die Feuerwehr oder andere Hilfsorganisationen durch die regionalen Leitstellen an die zuständige Staffel weitergeleitet.

Alarmierungen für Einsätze im Ausland gehen an die zentrale Einsatzleitung des BRH und werden mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und / oder der IRO (Internationale Rettungshunde-Organisation) abgestimmt.

In einigen Bundesländern ist der BRH in den Katastrophenschutz-Plan des Landes eingebunden und / oder in den erweiterten Katastrophenschutz des Landes integriert.

4250/ BRH Rucksack: Deutschland, Niedersachsen, Goslar, 03.10.2011: BRH Rucksack und Rettungshund-Azubi Kaija – © Bundesverband Rettungshunde / Foto: Stefan Sobotta

Biologische Ortung

Den Rettungsmannschaften bietet sich ein Bild der Verwüstung. Die Explosion hat das Hautgebäude und die angrenzenden Lager zum Einsturz gebracht, kaum ein Stein liegt auf dem anderen. Immer wieder ist das Bellen der Suchhunde zu hören, die ihren Hundeführern anzeigen, wo noch ein Mensch unter den Trümmern begraben liegt.

Trümmersuchhunde sind Spezialisten für die Suche nach verschütteten Personen. Mit ihrer Nase arbeiten sie sich durch ein Trümmerfeld und spüren in kürzester Zeit selbst auf große Entfernungen menschliche Gerüche auf – hinter dicken Mauern, bei jedem Wetter, im Dunkeln. Denn Hunde hören nicht nur etwa doppelt so gut wie Menschen und nehmen Frequenzen wahr, die das menschliche Ohr nicht aufnehmen kann, sie haben auch einen sehr viel feineren Geruchssinn: Hunde riechen im Verhältnis zum Menschen etwa eine Million mal besser.

Bei der Suche nach vermissten Personen kompensiert die biologische Ortung auf vier Pfoten äußerst effektiv eventuell eingeschränkte Verwendungsmöglichkeiten technischer Hilfsmittel wie Sonden, Mikrofone oder Kameras.

DEU, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Dortmund. 27. 04. 2013. Trümmerworkshop Einsatz des BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. – © Foto: Stefan Sobotta / Bundesverband Rettungshunde e.V.

Aus der Geschichte des BRH

Mit Ende des II. Weltkrieges wurde erkannt, wie wichtig Rettungshunde für die Trümmersuche sind. Der Bundesluftschutzverband bekam daher vom Bundesminister des Inneren den Auftrag, entsprechende Trümmersuchhunde auszubilden. Der Bundesverband für Selbstschutz setzte in den 1960er Jahren diese Ausbildung fort. Da zu dieser Zeit jedoch elektronische Ortungsgeräte entwickelt wurden, stellten die Bundesbehörden 1973 die Rettungshundeausbildung ein.

Aufgrund sehr guter Erfahrungen mit der „biologischen Ortung” organisierten sich einige Hundeführer in privaten Vereinen. 1976 wurde in Baden-Württemberg der „Verband für Rettungshundewesen Baden-Württemberg e.V.” ins Leben gerufen, aus dem nach der Gründung weiterer Rettungshundestaffeln auch in anderen Bundesländern der „Bundesverband für das Rettungshundewesen e.V.” wurde”. (Text BRH)

DEU, Deutschland, Niedersachsen, Scheuen Einsatzüberprüfung; Rettungshundestaffel des BRH Rettungshündin Nika aus der BRH Rettungshundestaffel Hannover Region © Foto: Stefan Sobotta / Bundesverband Rettungshunde e.V.

Zu gut ausgebildeten Rettungshunden gehören erfahrene menschliche Partner. Die ehrenamtlichen Hundeführer und Suchtrupphelfer der Rettungshundestaffeln müssen neben Erster Hilfe an Mensch und Hund auch Einsatztaktiken sowie den sicheren Umgang mit Karten, Kompass und Funkgerät beherrschen.

In jährlich mehr als 50 Prüfungsveranstaltungen mit ungefähr 1.000 Einzelprüfungen in den Sparten Flächensuche, Trümmersuche und Mantrailing erbringen die Rettungsteams insgesamt etwa 18.000 Stunden Arbeit. Ehrenamtlich.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesverbandes Rettungshunde e.V.

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