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Handtasche, Leguanleder, Deutschland, Ende 1940er Jahre, © DLM, C. Perl-Appl

Animal Prints

Ausgehend von dem umgestalteten Studioraum, in dem auf einzelne Themen fokussiert wird, führt ein Parcours durch die Ausstellungsräume des DLM und lädt die Besucher*innen ein, die Objekte unter der Perspektive der behandelten Fragestellungen neu zu betrachten. Die Exponate erzählen vom Umgang mit Tieren, ihrer Nutzbarmachung und Aneignung durch den Menschen und lassen auch den gesellschaftlichen Wandel ablesbar werden.

Tierische, zu Kleidung verarbeitete Materialien wie Wolle, Seide, Leder und Felle dienen nicht nur als Schutz vor Kälte und Nässe, sondern auch zum Schmücken. So verdeutlicht beispielsweise ein Mantel aus Pythonhaut oder eine Handtasche aus Leguanleder mit einer aufgesetzten präparierten Echse den Wunsch, Extravaganz zum Ausdruck zu bringen. Seit einigen Jahren sind Animal Prints omnipräsent; Kunstdrucke werden auf Textilien, zuweilen auch auf das echte Fell eines Tieres aufgebracht wie zum Beispiel bei den ausgestellten Pumps von Walter Steiger.

Neben den Aspekten des Schutzes und der Zierde werden Felle und Federn auch aufgrund ihrer symbolisch-kulturellen Bedeutung verwendet. So berichtet eine Helmmütze oder ein Schild von der Vorstellung, dass sich die Stärke eines Tieres durch die Übernahme von Löwenmähne oder Adlerfedern auf den Menschen übertragen lässt. Die Macht über das erlegte Beutetier wird über den Akt des Tötens hinaus im Sammeln und Präsentieren der (Großwild-)Jagdtrophäen demonstriert.